Umfrageergebnisse 2016

Zwischen Januar und März 2016 nahmen 106 Teilnehmer aus dem Radiologie-Umfeld an der Online-Expertenbefragung teil. In der Auswertung zeigen sich digitale Sprachverarbeitung, zentrale Archive, strukturierte Befundung und Dosismanagement als Top-Themen zur Digitalisierung, mit denen sich die Marktteilnehmer beschäftigen. Die Gewinnung und Qualifikation von Fachkräften sind die drängenden organisatorischen Herausforderungen.

Digitale Sprachverarbeitung & strukturierte Befundung als führende Top-Themen

Bei der Frage nach bereits etablierten Systemen und deren künftiger Bedeutung liegt die Befundunterstützung insbesondere durch digitale Sprachverarbeitung und strukturierte Befundung an erster Stelle. Abgehängt erscheinen Organisationen, die digitales Diktat, Spracherkennung und ein zentrales Archiv noch nicht im Einsatz haben. Vor allem in den Bereichen Qualitätsmanagement und Patientensicherheit ist stetiger Ausbau geplant. An eine vollautomatische Befunderkennung glaubt allerdings langfristig kaum einer der Befragten.

Priorität von Investitionen in Zuweiserportale & Teleradiologie

Schaut man auf die Investitionsplanung der Teilnehmer, sind Zuweiserportale, der Ausbau teleradiologischer Leistungen, die strukturierte Befundung, der e-Arztbrief sowie digitale Patientenaufklärung und Dosismanagement die Top-Themen. Digitales Diktat und Spracherkennung gehören zwischenzeitlich zur Pflicht. Der Nutzen einer strukturierten Befundung mit grafischen Elementen wird mit großer Zustimmung der Teilnehmer bestätigt.

Trends 2016: Spracherkennung, Dokumentenmanagement & Mitarbeiterqualifikation

Spracherkennung, zentrales Archiv und Dokumentenmanagement sowie Mitarbeiterqualifikation belegen die ersten drei Plätze bei der Frage nach den Trendthemen für 2016. Auch ein Trend hin zur strukturierten Befundung wurde deutlich bestätigt. Bei der Bedeutung von diagnostischen und therapeutischen Verfahren liegt der Schwerpunkt klar auf MRT und interventionellen Systemen.

Hohe Erwartungen an RIS und PACS als führende Systeme

Auch in Zukunft bilden RIS und PACS das technische Rückgrat in der Radiologie. Dabei sind die Erwartungen an das RIS sehr hoch. Von der Terminierung über die strukturierte und klassische Befundung, Funktionen zur Optimierung der Auslastung, Patientenaufklärung, Workflowsteuerung, Dosismanagement und Modalitätensteuerung bis hin zur Abrechnung muss ein modernes RIS heute den vollen Funktionsumfang bieten. Beim PACS werden neben den klassischen Funktionen zur Bildanalyse und Archivierung Möglichkeiten zur Durchführung von Fallkonferenzen mit externen Partnern erwartet.

Summary & interaktiver Vollzugriff auf alle Ergebnisse

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse im Überblick können Sie kostenlos herunterladen. Für einen vollständigen Einblick in die Detailergebnisse 2016 können Sie für nur 389,00 € zzgl. MwSt. einen kostenpflichtigen Zugang bestellen. Sehen Sie alle Umfrageergebnisse im Detail und filtern Sie mit einem intuitiven Online-Auswertungssystem die Ergebnisse zu jeder Frage interaktiv.

Regelmäßiger Turnus für Trends und Entwicklungen

Der Trendreport Radiologie soll in einem regelmäßigen Turnus die wichtigsten Themen und Entwicklungen in der Radiologie identifizieren und aufzeigen, wo Radiologie-Experten die zentralen Handlungsfelder im Hinblick auf Prozesse, Organisation, IT sowie diagnostische und therapeutische Methoden sehen und welche Veränderungen und Herausforderungen für sie dabei eine besondere Rolle spielen.

 

Prof. Dr. Thomas Hackländer, Vorsitzender der AGIT & Leitender Oberarzt HELIOS Klinikum Wuppertal

„Die vorliegende Umfrage bestätigt, dass neben bildgebenden Verfahren und interventionellen Therapien die Informationstechnologie das zweite Standbein der Radiologie ist. Die Deutsche Röntgengesellschaft ist durch die Arbeitsgemeinschaft Informationstechnologie (AGIT) aktiv in die Weiterentwicklung der IT-Systeme in der Radiologie involviert. Wir freuen uns, dass das Thema ‚Strukturierte Befundung‘, welches wir für das führende Thema der radiologischen IT in den nächsten Jahren halten und aktiv bearbeiten, auch im Trendreport mit hoher Wichtigkeit gerankt wird."

Prof. Dr. Markus Buchgeister, Öffentlichkeitsarbeit Deutsche Gesellschaft für Medizinische Physik (DGMP)

"Der Trendreport Radiologie 2016 zeigt klar, dass neben dem zunehmenden Bedarf an verschiedenen Softwaresystemen das Dosismanagement und die bildgebenden Verfahren mit der Magnetresonanztomographie an deren Spitze zu den identifizierten aktuellen Top-Themen gehören. Beide Themenfelder werden ganz wesentlich durch Medizinphysiker geprägt und wissenschaftlich vorangetrieben, was wiederum den Stellenwert der Medizinischen Physik für die radiologischen Fächer nachdrücklich unterstreicht."

Daniel Bödeker, Vorsitzender Fachverband Röntgentechnik in Deutschland (FRD)

"Überraschend für uns war, dass bei den Investitionen die Gerätetechnik wenig Berücksichtigung findet und man nur geringes Potenzial in der Weiterentwicklung des digitalen Röntgens sieht. Dafür hat es das Dosismanagement bereits unter die Top Ten-Themen geschafft. Wirtschaftliche Aspekte und Softwaresysteme zur Optimierung des Arbeitsablaufs stehen im Vordergrund."